Carla und der Karneol (Leseprobe 8 von 8)
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Alle Texte unterliegen dem Copyright © 2025 Oliver Bender
Juliana und Sebastián, Peru (Teil 8 von 8)
Dies ist die letzte der acht Kurzfolgen, aber dennoch wird die Geschichte von Juliana und Sebastián im Buch “Carla und der Karneol” fortgesetzt!
Nach diesem kleinen Zwischenfall, den auch Señor Rodríguez mitbekommen hatte, und der ihn alles noch seltsamer empfinden ließ, gelangten Sebastián, Juliana, Veraya und schließlich auch Kaelen zum Ausgang und begaben sich auf die Rückreise. Es war höchste Zeit, denn es dunkelte bereits ein und die Eltern der Kinder waren inzwischen beide zu Hause. Kommandant Arionis war erleichtert, als er hörte, dass die gefundenen und gekauften Geräte die notwendigen Voraussetzungen mitbrachten, um den Kern der Energieerzeugungs-Einheit wieder zentrieren zu können. Die Kinder wussten, dass sie ihre Eltern keinesfalls länger warten lassen durften, und so mussten sie sich rasch verabschieden. „Seid ihr morgen früh noch hier?“, wollte Juliana wissen und erhielt von Aeloria, die sichtbar traurig darüber war, die Antwort: „Wenn wir die Reparatur hinter uns haben, müssen wir den Planeten leider sofort verlassen. Aber wir werden euch nicht vergessen, ihr habt alles getan, um unser Leben zu retten und dafür werden wir euch immer dankbar sein!“ Traurig schüttelten Sebastián und Juliana die Hände aller Crew-Mitglieder. Das fühlte sich sehr ungewohnt an, da die Raumfahrer ihre ganze Hand benutzten, um dann kräftig die Zeigefinger von Sebastián und Juliana zu schütteln. Als sie sich zuletzt vom Kommandanten Arionis verabschiedet hatten, gab es aber doch noch eine Überraschung, denn vom Raumschiff her näherte sich fast lautlos ein aufrecht gehendes Wesen von knapp 40 cm Höhe. Sebastián dachte zuerst, dass es sich um einen Nasenbären handeln müsse, während Juliana überzeugt war, dass es sich um einen Waschbären handelte. Nasenbären konnte man in dieser Region gelegentlich antreffen, aber Waschbären gab es hier nicht. Während beide noch überlegten, wie dieses Geschöpf auf ihr Grundstück gelangt sei, sagte Kommandant Arionis: „Und hier kommt Biki, das sechste Besatzungsmitglied unseres Einsatzes!“ Er wollte euch unbedingt auch noch begrüßen und für eure Hilfsbereitschaft danken!“ Mit diesen Worten zeigte er auf das näher kommende Wesen. Beide Kinder machten große Augen! Jetzt erkannten sie, dass er wirklich große Ähnlichkeit mit einem Waschbären hatte. Aber je näher er kam, desto deutlicher erkannten sie, dass er einem Waschbären zwar sehr ähnlich sah, es aber doch bedeutende Unterschiede gab. Seine Augen blickten wach, aufmerksam und sogar ein wenig schelmisch. Es entging ihnen nicht, dass ihn eine besondere Ausstrahlung umgab, und als er sie ansah, wurde ihnen klar, dass Biki ein bewusstes und sehr intelligentes Wesen war. „Da sind ja unsere beiden Helden, denen wir zu verdanken haben, dass wir hoffentlich bald wieder starten können! Dann bist du Juliana“, sagte Biki und streckte ihr seine kleine Hand entgegen. Juliana war noch etwas verwirrt, noch nie hatte sie mit einem Waschbären geredet oder ihm sogar zur Begrüßung die Hand geschüttelt. Doch dann streckte auch sie ihren Arm aus und schüttelte seine Hand. Fasziniert blickte Juliana in Bikis Augen, die so liebevoll strahlten, dass sie sich gar nicht davon lösen konnte. Nachdem Biki auch Sebastián die Hand geschüttelt hatte, sagte Biki feierlich: „Ich habe die Ehre, den mutigen Rettern unserer Mission ein Dankesgeschenk zu überreichen!
Dann nahm er aus einer Kassette, die bisher unbeachtet neben dem Kommandanten gelegen hatte, eine Goldmünze, die Juliana noch größer und prachtvoller erschien, als diejenige, die sie Señor Rodríguez, dem Filialleiter des Elektronik-Geschäfts im Einkaufszentrum überreicht hatte. Biki war der Einzige der Crew, der groß und stark genug war, die Münze aufzunehmen und sie würdevoll und mit stolzem Kopfnicken, aber auch einem Augenzwinkern Juliana zu überreichen - wenn man mal von solchen technischen Finessen wie diesem Antigravitations-Ding absah. Danach wiederholte Biki die festliche Handlung bei Sebastián und übergab auch ihm eine solche Goldmünze.
Beide Kinder waren sprachlos und dankten Biki und der gesamten Crew. Wie gern hätten sie Biki näher kennengelernt, beide Kinder hatten ihm sofort ihr Herz geöffnet, obwohl sie ihn noch gar nicht wirklich kannten. Stattdessen war es nun wirklich Zeit, zu ihren Eltern zurückzukehren. So winkten sie der Crew noch ein letztes Mal zu, drehten sich dann um und liefen zur Gartentüre.
Zum Glück war ihre Mutter intensiv mit dem Kochen beschäftigt, offensichtlich sollte es heute Abend noch etwas Warmes und Leckeres geben. „Na ihr zwei? Was habt ihr nur so lange im Garten gemacht? Aber gut, dass ihr jetzt da seid. Sebastián, du bist heute dran mit Tischdecken und Juliana räumt nach dem Essen den Tisch ab. Wascht euch auch bitte noch schnell die Hände!” Dann wandte sie sich wieder dem kochenden Gericht zu und rührte es kräftig um, damit es nicht anbrennen konnte. Sebastián und Juliana sahen sich an und lächelten. Die großen und wertvollen Goldmünzen befanden sich in ihren Taschen. Einerseits wollten sie ihren Eltern sofort alles erzählen, was sie erlebt hatten. Andererseits war da ein leiser Zweifel, ob sie sich derart erschrecken würden, dass sie dann die Polizei alarmieren könnten, und die Kinder wollten nicht riskieren, dass der Rettungsplan zuletzt doch noch schieflaufen könnte. Schließlich flüsterte Sebastián Juliana in einem unbeobachteten Moment zu: „Klar, wir erzählen ihnen die ganze Geschichte! Aber ich finde, wir sollten unbedingt noch warten, bis das Raumschiff repariert ist und sie das Grundstück verlassen haben!“ Juliana nickte und ihr Gesichtsausdruck sagte, dass sie genauso dachte. „Was habt ihr beiden denn zu tuscheln?“, begrüßte der Vater die beiden lächelnd. Sie hatten nicht bemerkt, dass er gerade sein Büro verlassen hatte. „Das ist ja richtig auffallend, sonst stichelt ihr euch doch immer mit markigen Sprüchen!“ Doch zum Glück ging er der Sache nicht weiter nach, sondern nahm sich eine Zeitung und setzte sich an den Tisch.
Schließlich hatten sich alle Mitglieder der Familie García am Tisch versammelt und nahmen ihr Abendessen ein. Juliana und Sebastian achteten sehr darauf, noch nichts von den Ereignissen zu verraten, die sich heute Nachmittag ergeben hatten. Etwas später trafen sich die beiden Kinder in Julianas Zimmer. Sebastián war sehr neugierig, was Juliana von den Raumfahrern noch alles erfahren hatte, bevor er dazu gekommen war, während Juliana genoss, dass sie diesmal einen Wissensvorsprung hatte.
Dieser achte Teil schliesst die erste Geschichte von Juliana und Sebastián vorläufig ab. Vorläufig: denn es gibt zwei weitere, fortsetzende Geschichten von Juliana, Sebastián und ihrem neuen Freund Biki im Buch.
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